Vorsicht Abrechnungsfalle beim Architektenvertrag

Gemäß § 14 UstG ist ein Architekt beim Neubau als auch beim Umbau eines Gebäudes verpflichtet innerhalb von 6 Monaten nach Ausführung der Leistungen seine Rechnung zu stellen. Tut er dies nicht, droht der Verlust des Vergütungsanspruches. Dies gilt auch, wenn die Parteien
übereinstimmend vereinbaren, dass der Bauherr vom Architekten einen „Aufschub“ der Rechnungsstellung erhält. Das OLG Düsseldorf hat hierzu am 27.11.2020, Az.: 22 U 73/20 entschieden, dass in diesem Fall der Architektenvertrag nichtig ist. Daher steht dem Architekten bei Vereinbarung eines Aufschubs der Rechnungsstellung mehr als 6 Monate über Leistungserbringung
hinaus kein Vergütungsanspruch zu.

Fazit: Zahlungsaufschübe sollten wenn überhaupt- erst nach Rechnungsstellung gewährt werden! Die
6-Monatsfrist ist bei der Rechnungsstellung zu beachten und wird oft übersehen.


mitgeteilt von
Rechtsanwalt Falk Ostmann
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