Die Aufgaben des Notars

In Deutschland müssen Immobilienkaufverträge immer von einem Notar beurkundet werden. Das ist seit ca. 500 Jahren gesetzlich so geregelt und hat drei Gründe. Erstens sorgt der Notar dafür, dass beim Kauf einer Immobilie alles juristisch korrekt zugeht. Zweitens wird durch die notarielle Beurkundung wie bei einem Urteil eindeutig festgestellt, wer wem was schuldet, was die Gerichte entlastet. Und drittens sorgt der Notar dafür, dass der Staat die Grunderwerbssteuer bekommt, denn  er achtet darauf, dass sie gezahlt wurde, bevor das Eigentum im Grundbuch umgeschrieben und der Käufer endgültig neuer Eigentümer wird.

Der Notar berät deshalb als neutraler Sachwalter Käufer und Verkäufer und überwacht die gesamte Transaktion. Er überprüft die Identitäten und die Geschäftsfähigkeit von Käufer bzw. Verkäufer und er entwirft den Kaufvertrag. Wichtig ist, das beim Notartermin der Kaufvertrag vollständig verlesen wird. Danach beantragt er die Eintragung der Auflassungsvormerkung im Grundbuch, fordert eventuell notwendige Auskünfte der im Grundbuch abgesicherten Banken an und fordert ggf. weitere notwendige Auskünfte und Genehmigungen an. Danach kontrolliert er, dass die Zahlungsvoraussetzungen vorliegen, also dass die Auflassungsvormerkung im Grundbuch eingetragen ist, dass alle notwendigen Mittleilungen und Genehmigungen vorliegen und er verschickt an beide Seiten die Fälligkeitsmitteilung. Er überprüft, ob der Kaufpreis und die Grundsteuer gezahlt wurden und stellt den Antrag zur Umschreibung des Eigentums im Grundbuch. Die erste Verantwortung des Notars ist damit die rechtsfehlerfreie Abfassung des Kaufvertrages und seine korrekte juristische Abwicklung. 

 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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