Balkone ...

… sind beliebte Fassadenelemente - aber oft auch schadensträchtige. Viele Hauseigentümer haben schon die Erfahrung gemacht, dass nach 30 Jahren das Wasser unkontrolliert vom Balkon tropft und eine kostenintensive Sanierung des Bauteils notwendig wird. Eine solche Sanierung ist die Gelegenheit, den Balkon nicht nur abdichtungstechnisch, sondern auch ener-getisch und in Bezug auf die Nutzung zu überdenken und in der Vergangenheit vielleicht begangene Fehler auszumerzen.

Denn so vielfältig wie die Materialien der Balkone, die aus Stein, Beton, Metall, Holz gefertigt sein können, so unterschiedlich sind auch die Konstruktionsarten und die daraus resultierenden Schäden, die im Laufe der Jahre entstehen können. Es  gibt Balkone, die selbsttragend vor die Fassade gestellt wurden oder aus der Decke auskragen bzw. auf Konsolen oder Kragarmen ruhen. Balkone können eine massive Kältebrücke darstellen oder mittels Isokorb wärmetechnisch entkoppelt sein. Bei einer Balkonsanierung sollte deshalb neben der sicheren Wasserableitung immer auch die wärmetechnische Sanierung und der notwendige Sicht-, Sonnen- und Windschutz bedacht werden, um den Balkon nach den Arbeiten wirklich optimal nutzen zu können. Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit, Photovoltaik im Bereich der Balkonbrüstungen bzw. Verschattungen in das Gebäude zu integrieren und damit die Energiebilanz den Gebäudes zu verbessern. In den nächsten Wochen werde ich die einzelnen Aspekte der Balkonsanierung vertiefend betrachten.

 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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