Baufehler an Wohngebäuden

Baufehler an Wohngebäuden ist eine Broschüre betitelt, die der Verband privater Bauherren gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e. V. herausgegeben hat und in der auf Basis von 1.265 ausgewerteten Fragebögen aus ganz Deutschland zwischen Februar 2017 und März 2019 die Ausführungsqualität auf Deutschlands Baustellen analysiert wird. In der Studie werden die häufigsten Ausführungsfehler bei Neubauten und zwar vor allem bei Ein– und Zweifamilienhäusern unter die Lupe genommen, der Anteil der Massivbauten betrug dabei 86 %. Die meisten der Häuser (83 %) wurden von Bauunternehmen bzw. Bauträgern ohne einen unabhängigen bauleitenden Architekten errichtet und die Beratungstermine zur Planung des Hauses waren sehr sparsam: 42% der
Bauherren kamen mit einem einzigen Planungstermin aus, nur 23 % benötigten mehr als 3 Termine.

Die Baufehler verteilen sich im Bereich Rohbau gleichmäßig auf die Bauteile Wand, Fenster, Sohlen/Decken und Dach. Auch bei der Haustechnik sind Elektro, Sanitär und Heizung in etwa gleich fehleranfällig, während Lüftungsanlagen mit nur 10 % deutlich unterrepräsentiert sind, obwohl fast 2/3 der Häuser mit Lüftungsanlagen ausgestattet waren. Im Bereich des Kellers und der Geschosse sind nach wie vor die Feuchtigkeitsschäden am häufigsten vertreten. Die Studie gibt somit Baufachleuten wie Bauherren einige Hinweise, wo man bei einem Neubau am ehesten mit Schäden zu rechnen hat. Sie kann unter www.vpb.de oder unter www.arge-ev.de für € 4,00 heruntergeladen werden oder für €8,00 zzgl. Versandkosten bestellt werden.

 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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