Warum vom Bestellerprinzip beim Immobilienverkauf vor allem die Verkäufer profitieren würden:

Im ersten Moment mag es widersinnig erscheinen: Was soll der Verkäufer davon haben, dass er die Maklerprovision zahlt? Die Antwort ist ganz einfach: Er bekommt dadurch den wesentlich besseren Makler mit der deutlich größeren Leistungsfähigkeit. Was erwarten Sie von einer Dienstleistung, die Sie in Anspruch nehmen können, aber nicht bezahlen müssen? Was halten Sie von einer Werbung, die besagt, die Vermittlung der Immobilie sei „für Verkäufer kostenlos" und mit der ein Vertrag zu Lasten Dritter vorgeschlagen wird? Die meisten Bürger sehen darin eine sittenwidrige Abzocke – das Ergebnis wird sein, dass gesetzlich geregelt wird, dass derjenige den Makler zu zahlen hat, der ihn beauftragt. Wie armselig ist das Dienstleistungsangebot eines Maklers, wenn als Hauptargument dient, dass man für den Verkäufer kostenlos tätig ist? Die Vermutung ist in so einem Fall doch, dass der Makler und auch seine Dienstleistung nichts taugt: der teuerste Schlüsseldienst der Welt eben. Ich bin sicher, dass nach Einführung des Bestellerprinzips tatsächlich viele unqualifizierte Makler vom Markt verschwinden würden und es zu einer erfreulichen Marktbereinigung kommen würde, von der letztlich die Immobilienmakler profitieren würden, die sich nicht störend zwischen Käufer und Verkäufer drängen, sondern die in der Lage sind, nützliche Mehrwerte für Ihre Käufer- und Verkäuferkunden zu entwickeln und dies dem Verkäufer als ihrem Auftraggeber auch verständlich machen. Diese Makler sind schließlich auch ihr Geld wert, weil sie nämlich die Immobilie nachvollziehbar bewerten, attraktiv präsentieren und so am Ende schneller und besser verkaufen, als es der Verkäufer alleine könnte.

 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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