Wackelt durch die Coronakrise die Immobilienfinanzierung?

In den letzten Wochen sollen 650.000 Unternehmen in Deutschland Kurzarbeit angemeldet haben. Das bedeutet, dass bei vielen Arbeitnehmern 33 bis 40% eines Nettogehaltes erst einmal wegfallen und sie dadurch Probleme bekommen können, weiterhin Zins und Tilgung für die eigene Immobilie aufzubringen. Zwar raten viele Experten, sich für solche Notfälle ein Polster von drei Nettogehältern auf dem Sparkonto zu bewahren, doch nur wenige Immobilienkäufer können tatsächlich diesem Rat folgen.

Wer sich deshalb in einer Notlage befindet, muss nicht in Panik geraten, sondern kann die neuen Stundungsregeln der Bundesregierung nutzen und vom 1. April bis 30. Juni 2020 mit dem Schuldendienst aussetzen, um seine monatliche Belastung zu verringern. Nach dem Ende der Stundungszeit werden die ausgesetzten Raten auch nicht auf einmal fällig, sondern die Vertragslaufzeit verlängert sich einfach um die ausgesetzte Zeit. Diese Regelung soll verhindern, dass der Immobilienmarkt durch vorübergehende Lohnausfälle von Immobilieneigentümern allzu sehr belastet wird. Die Regelung erscheint deshalb in der jetzigen Situation sehr vernünftig und hilfreich.

Der Kreditnehmer sollte darüber hinaus prüfen, ob er mit seinem Kreditvertrag auch eine Restschuldversicherung abgeschlossen hat. Auch wenn die meisten dieser Versicherungen eine ganze Anzahl an Ausschlussklauseln enthalten, können sie in der derzeitigen Lage womöglich hilfreich sein und für den unverschuldet in Arbeitslosigkeit geratenen Eigenheimbesitzer heute zum Trumpf werden. Bleiben Sie gesund.

 

 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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