Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Wohnungsbau

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) hat eine erste Einschätzung der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Wohnungsbau vorgenommen. Er berichtet, dass es im April/Mai diesen Jahres einen leichten Auftragsrückgang gegeben habe, danach sich aber die Nachfrage wieder erholt habe, sodass auch 2020 mit der Fertigstellung von ca. 300.000 Wohnungen gerechnet werden könne. Auch für 2021 geht der Verband wieder von einem Fertigstellungsvolumen in ähnlicher Höhe aus – auf den Wohnungsbau hätte die Coronapandemie damit nur geringe Auswirkungen gehabt. Entsprechend optimistisch schaut die Branche in die Zukunft und hat mit einem deutlichen Beschäftigungsaufbau reagiert. In den letzten 10 Jahren wurde die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe von ca. 716.000 im Jahr 2010 auf ca.  880.000 bis Ende 2020 erhöht – ein Anstieg um über 20 %. Dieses Beschäftigungsplus wurde auch durch Corona nicht wesentlich gebremst. Auch die Zahl der Auszubildenden blieb mit ca. 13.000 auf hohem Niveau.

Also alles bestens auf dem Bau? Nicht ganz: Die auf dem Wohnungsgipfel 2018 beschlossenen und umgesetzten Maßnahmen zu Sonderabschreibungen im Mietwohnungsbau sowie zum Baukindergeld haben ihren Teil zur guten Entwicklung beigetragen, sollen jedoch  planmäßig am 31. März 2021 (Baukindergeld) beziehungsweise 31. Dezember 2021 (Sonder-AfA) auslaufen, was bei vielen Bauunternehmen große Zukunftssorgen auslöst.

 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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