Das Altlastenkataster

Das Altlastenkataster wird in Rheinland-Pfalz von der zuständigen Bodenschutzbehörde, der Struktur– und Genehmigungsdirektion Nord bzw. Süd (SGD Nord / Süd) geführt.

In ihm sind Verdachtsflächen aufgeführt, in denen entweder stillgelegte Betriebe, sogenannte Altstandorte, ansässig waren, in denen mit umweltgefährdenden Stoffen hantiert wurde oder frühere Abfallbeseitigungsanlagen, bei denen Altablagerungen zu befürchten sind, also vor allem ehemalige Müllkippen.

Altstandorte mit Verdacht auf Verunreinigungen können nicht nur verschiedenste Produktionsbetriebe sein, sondern auch Dienstleister wie Lackierereien, Druckereien, Autowerkstätten, Reinigungen, aber auch z. B. landwirtschaftliche Betriebe mit eigener Betriebstankstelle.

Ähnlich sieht es bei Altablagerungen aus. Bis in die 1970er Jahre gab es noch in fast jedem Dorf unkontrollierte, wilde Müllkippen, die heute vielfach vergessen sind und die bei einer Bebauung nicht nur Umweltprobleme, sondern auch heikle statische Schwierigkeiten verursachen können. Ist ein Baugrundstück von Altlasten oder auch nur größeren Auffüllungen betroffen, kann die Beseitigung bzw. die Herstellung eines belastbaren Baugrundes schnell viel Geld verschlingen und die Wirtschaftlichkeit eines Bauvorhabens gefährden.

Die Auskunft aus dem Altlastenkataster ist deshalb bei einem Grundstückskauf unverzichtbar und eine Standardunterlage auf der man unbedingt bestehen sollte.

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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