Denkmalschutz

Denkmalschutz ist für viele Immobilieninteressenten ein rotes Tuch, weil sie Einschränkungen Ihrer Eigentumsrechte befürchten und bei jeder Entscheidung, die sie bezüglich der Immobilie treffen, das Denkmalamt mit am Tisch sitzen sehen. Viele glauben, dass der Erwerb eines denkmalgeschützten Altbaus schnell zu einem Fass ohne Boden wird und raten von einem Erwerb ab.

Dabei sind die Abschreibungsmöglichkeiten einer Denkmalimmobilie hochattraktiv. In den ersten 8 Jahren nach dem Erwerb können pro Jahr 9 % der Renovierungs– und Sanierungskosten abgeschrieben werden, danach noch 4 Jahre lang 7 %. 12 Jahre lang wird ein denkmalgeschütztes Haus so zu Ihrer Steueroase – dass man die nicht umsonst bekommt, sollte jedem Investor klar sein.

Es macht deshalb Sinn, vor dem Erwerb eines Denkmals die möglichen Auflagen bei einer Instandsetzung mit der zuständigen Denkmalbehörde abzuklären. Sprechen Sie mit dem zuständigen Sachbearbeiter und diskutieren Sie mit ihm ruhig offen über Alternativen zu seinen Forderungen und Wünschen – letztlich ist der größte Feind eines Denkmals die Nichtnutzung und damit der Verfall. Alles was den Verfall aufhält, ist letztlich zum Vorteil des Denkmals. Nicht immer muss es deshalb gleich das teure dreifach verglaste Holzfenster mit Massivsprossen sein, wenn einfach verglaste Originalfenster ersetzt werden sollen. Vielleicht ist eine Kastenfensterlösung mit Erhalt des originalen Fensters und Montage eines zusätzlichen, preiswerten, mehrfach verglasten Fensterelementes auf der Innenseite eine Alternative.

Solche Diskussionen mögen Mühe kosten, lohnen sich aber schnell durch die drastische Reduktion der Renovierungskosten.

 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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