Der ebenerdige Zugang zum Balkon...

... ist oft noch sehr selten anzutreffen. Das Betreten des Balkons ist deshalb für gehbehinderte oder ältere Menschen oft mit Schwierigkeiten verbunden. Gerade bei auskragenden Balkonplatten gibt es oft hohe Schwellen im Bereich der Balkontür, weil die Abdichtung nach DIN 15 cm über den Belag hochgeführt wurde. Sehr häufig wurde in diesem Bereich das Fenstertürelement so untermauert, dass innen und außen noch eine Fensterbank ausgeführt wurde, sodass eine fast 30 cm hohe und breite Hürde zu überwinden ist. Eine Balkonsanierung und der eventuell notwendige Austausch der Balkontür kann eine Gelegenheit sein, auch diese Schwelle zu beseitigen oder wenigstens auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Verzichtet man auf die vorgeschriebene 15 cm hohe Aufkantung, muss auf andere Weise sichergestellt werden, dass bei starkem Regen oder auch Schneefall kein Wasser über die Schwelle der Tür eindringen kann. Grundsätzlich gibt es dazu zwei Wege: der Einbau einer Ablaufrinne vor der Balkontür und die Überdachung des Balkons. Beides dient dazu, den Andrang von Wasser im Bereich der Balkontür zu verringern und damit die Gefahr des Eindringens von Feuchtigkeit zu verkleinern. Selbstverständlich kann und sollte man auch beide Möglichkeiten kombinieren und auf diese Weise erhöhten Komfort mit erhöhter Ausführungssicherheit verbinden. Verzichtet man dann darauf, das Fenster zu untermauern und baut statt dessen ein entsprechend hohes Schwellholz ein, reduziert sich die Austrittshürde beträchtlich. Bei Neubauten kann auf diese Weise sogar ein fast schwellenfreier Übergang vom Wohnraum zum Balkon geschaffen werden - nicht nur gehbehinderte Menschen werden dafür dankbar sein. (immotipps-mainz.de)

 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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