Fenstermontagen

Fenstermontagen nach den anerkannten Regeln der Technik sind offensichtlich auch heute noch nicht bei allen Firmen selbstverständlich. Das musste ich feststellen, als mich vor einigen Tagen einer der von uns betreuten Vermieter bat, mir die nach seiner Ansicht viel zu großen Anschlussfugen der bei seinem privaten Wohnhaus ausgetauschten Fenster anzusehen. Die Ausführung erfolgte durch einen deutschen Meisterbetrieb und nicht durch einen dubiosen osteuropäischen Subunternehmer. Tatsächlich waren die Anschlussfugen viel zu groß. Das war aber nicht das große Problem. Viel schlimmer war, dass alle Fenster lediglich ausgeschäumt waren und keine inneren und äußeren Abdichtungsmaßnahmen vorhanden waren. Seit über 15 Jahren ist es Standard, beim Fenstereinbau auf eine luft- und schlagregendichte Ausbildung der Randfugen zu achten, die durch eine schlichte Ausschäumung einfach nicht sichergestellt werden kann. Es ist sehr bedauerlich, wenn die hochwertigen technischen Eigenschaften moderner Fenster durch mangelhaften Einbau unwirksam gemacht werden. Der unfachmännische Einbau führt dazu, dass die Fensterlaibungen durch das Eindringen von kalter Außenluft auskühlen und durch Schlagregen oder Tauwasser durchfeuchtet werden können. Ein erhöhter Wärmeverlust und Schimmelbildung sind dann die Folge, und es werden die Wohnhygiene sowie das Raumklima für die Bewohner beeinträchtigt. Das Beispiel zeigt, dass man sich nicht mehr auf die „deutsche Handwerkerehre“ verlassen kann, sondern immer einen sachkundigen Baufachmann zur Abnahme der beauftragten Bauleistungen hinzuziehen muss, wenn man nicht selbst über ausreichenden Sachverstand verfügt.

 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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