Das Gebäude-Elektromobilitäts-Infra-strukturgesetz (GEIG)

Das Gebäude-Elektromobilitäts-Infra-strukturgesetz (GEIG) wurde am 24.03.2021 im Bundesgesetzblatt verkündet und erlangte damit Rechtskraft. Es sieht vor, dass Eigentümer in ihren Neu– und Bestandsbauten die Möglichkeit schaffen, Elektrofahrzeuge aufzuladen. Es greift bei Neubau-Wohngebäuden ab 6 notwendigen Stellplätzen und ab 11 Stellplätzen im Bestand. Dann ist jeweils bei der Errichtung bzw. bei einer größeren Renovierung, die auch die Elektroinstallation umfasst, die notwendige Leitungsinfrastruktur auszuführen. Das bedeutet nicht, dass eine Wallbox oder Ladesäule installiert werden muss, wohl aber dass die Voraussetzungen für deren spätere Installation an allen Stellplätzen, also entsprechende Leer– und Kabelschutzrohre, Kabelpritschen oder Bodeninstallationssysteme, Raum für einen Zählerplatz, sowie die erforderlichen Mess– und Schutzeinrichtungen geschaffen werden müssen. Ausdrücklich soll auch ein Lademanagement ermöglicht werden. Interessant ist im Einzelfall, dass das GEIG explizit auch Quartierslösungen zulässt und z. B. mehrere Eigentümergemeinschaften ihre jeweiligen GEIG-Verpflichtungen in einer gemeinsamen Stellplatzanlage erfüllen können. Eine Quartierslösung wäre es auch, wenn ein Eigentümer mehrere ihm gehörende Liegenschaften mit einer gemeinsamen Stellplatzanlage ausstattet. Dies kann sinnvoll sein, um den notwendigen Planungs– und Ausführungsaufwand zu minimieren. Die vorsätzliche oder fahrlässige Nichtbeachtung der Vorschriften des GEIG wird mit Geldbußen bis zu € 10.000 geahndet. 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
Alte Mainzer Str. 3
55129 Mainz
Telefon 06131 - 329 5245
info@senger.immo
www.senger.immo