Das häusliche Arbeitszimmer ist während der Pandemie besser absetzbar

Grundsätzlich können die Kosten für das separate Arbeitszimmer in der eigenen Wohnung nur abgesetzt werden, wenn es keinen weiteren Arbeitsplatz für den Selbstständigen oder Arbeitnehmer gibt. Während der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung jedoch generell empfohlen von zu Hause zu arbeiten. Selbst wenn der Arbeitgeber das Büro nicht geschlossen und Heimarbeit angeordnet hatte, haben es deshalb viele Arbeitnehmer seit dem Frühjahr 2020 vorgezogen aus dem Home-Office heraus zu arbeiten, um sich und ihre Kollegen zu schützen. Das bedeutete de facto, dass das Home-Office während der Pandemie der einzige (nutzbare) Arbeitsplatz war. Folgerichtig können max. 1.250 € der für die Zeit vom 01.03.2020 bis 21.12.2021 anfallenden Kosten steuerlich geltend gemacht werden, ohne dass die Anordnung von zu Hause zu arbeiten vom Arbeitgeber bestätigt werden muss. Die Deckelung entfällt sogar, wenn das Arbeitszimmer Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit ist, was z. B. meist bei selbständigen Handelsvertretern oder Lehrern der Fall ist. Haben Sie kein separates Arbeitszimmer in Ihrer Wohnung, können Sie immerhin noch die Werbungskostenpauschale in Höhe von 5 € pro Tag (max. 600 € pro Jahr) nutzen.  Es kann sich jedenfalls lohnen, das Thema mit Ihrem Steuerberater genauer zu besprechen, damit Sie kein Geld verschenken. 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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