Haustierhaltung in der Mietwohnung

ist ein Thema, bei dem gerne die Emotionen des Mieters mit den Interessen des Vermieters kollidieren. Leider können die liebsten Gefährten des Menschen durchaus Schäden am Mietobjekt oder Unfrieden unter den Mietern verursachen, weshalb die Rechtsprechung Möglichkeiten zugelassen hat, die Tierhaltung in der Mietwohnung einzuschränken. Grundsätzlich erlaubt ist nur die Kleintierhaltung in Käfigen, Aquarien oder Terrarien, also die Haltung der üblichen Meerschweinchen, Kaninchen, Sittiche
oder Fische. Nicht zu den Kleintieren zählen Katzen und Hunde. Wenn man diese Tiere halten möchte, braucht man die Genehmigung des Vermieters – auch wenn 2013 ein pauschales Verbot im Mietvertrag vom BGH für unwirksam erklärt wurde. In jedem Fall genehmigungsbedürftig ist auch die Haltung von Ratten. Hier vermutet die Rechtsprechung, dass sie Ekel hervorrufen und deshalb nicht Vermietern oder Mitbewohnern zugemutet werden können. Ähnlich sieht die Sachlage bei Frettchen aus. Diese Tiere haben einen schlechten Ruf, weil sie einen starken Geruch absondern und so den Hausfrieden stören. Auch die Haltung von Frettchen muss man deshalb immer mit dem Vermieter abstimmen. Das gilt auch für die Haltung von Papageien, bei denen der Lärm, den sie machen, das Problem ist und die so zu Störenfrieden werden. Selbstverständlich dürfen auch wilde oder gefährliche Tiere nicht ohne Zustimmung des Vermieters gehalten werden. Würge- oder Giftschlangen, Kampfhunde oder Raubkatzen muss kein Vermieter in seinem Haus dulden. Was ist, wenn ein Vermieter der Tierhaltung zugestimmt hat, dann aber Probleme in der Hausgemeinschaft auftreten? Die Genehmigung kann der Vermieter jederzeit zurückziehen. Dafür benötigt er dann aber eine stichhaltige Begründung.

 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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