Warum das Heizen mit Holz keine Zukunft mehr hat

Der offene Kamin, der Kachel- oder Kaminofen – mit Holz befeuerte Einzelöfen haben viele Liebhaber. Hinzu kommt, dass sich Pelletheizungen in den letzten Jahren einen stabilen Marktanteil erobert haben. Das Heizen mit Holz ist durchaus populär. Das sorgt jedoch für eine erhebliche Schadstoffbelastung der Umwelt.

Obwohl ältere Kamine, die vor 1995 gebaut wurden seit 2021 nicht mehr betrieben werden dürfen und ausgetauscht werden sollen, ist die Feinstaubbelastung der holzbefeuerten Heizungen und Öfen in Deutschland mit ca. 20 Kilotonnen pro Jahr größer, als die des gesamten Straßenverkehrs (insgesamt 17,2 Kilotonnen), sowohl aus den Abgasen der Motoren (5,6 Kilotonnen) und aus dem Abrieb von Bremsen und Reifen (11,6 Kilotonnen).

Es gibt deshalb verschärfte Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO für die Feinstaub– und Stickstoffdioxidgrenzwerte und auch die EU möchte zukünftig die Feinstaubbelastung in der Atemluft weiter senken. Der Präsident des Bundesumweltamtes Dirk Messner ist der Meinung, dass Holzfeuerungen schnellstens verboten werden sollten. Die bisherige Förderung der Pelletheizungen als klimafreundliche Alternative zu herkömmlichen Heizungen würde er gerne abschaffen. Auf alle Fälle müssen sich Besitzer von Kaminöfen und Pelletheizungen auf erheblich verschärfte Vorschriften und eine Filterpflicht einstellen. Nächste Woche erhalten Sie einige Tipps, wie Sie den Schadstoffausstoß Ihrer Holzöfen im Rahmen halten können. 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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