Holzfassaden (2)

Zwei Ergebnisse der Langzeitstudie der Holzforschung Austria in Wien, die von 2005 bis 2013 an einer 250 m² großen Holzfassade gewonnen wurden, waren:

1. Bei den Massivhölzern kommt es auf die Holzart an. Untersucht wurden Lärche, Douglasie, Fichte sowie thermisch odifizierte
Fichte. Während letztere deutlich geringere Verformungen aufwies als alle Massivholz-Bretter aus nativem Holz, zeigte sich die Oberfläche anfälliger für Reliefbildung sowie das Abtrennen der obersten Holzschicht und damit weniger widerstandsfähig gegen Beschädigungen.

2. Die unterschiedlichen Konstruktionen bewährten sich alle im dauerhaften Außeneinsatz. Egal ob Stulp- oder Deckelschalung,
ob Profilbretter oder Leistenfassaden, alle zeigten jeweils typische Bewitterungsfolgen, die sich jedoch nur in optischen  Veränderungen niederschlugen, die aber die technische Funktion nicht beeinträchtigten. Selbst keilgezinkte Fassadenbretter zeigten eine beeindruckende Langzeitfestigkeit. Lediglich einzelne Randzinken wiesen Ablösungen auf, die aber nur bei Verklebung bei PURKlebern auftraten und bei MUF-Harzen nicht festgestellt werden konnten. Über die durch die Bewitterung entstehenden Farbveränderungen sollte der Bauherr deshalb frühzeitig aufgeklärt werden und sie sollten am besten auch planerisch als gestalterisches Element Berücksichtigung finden.


Nächste Woche widme ich mich den Erfahrungen mit Holzwerkstoffen und farbigen Beschichtungen.

 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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