Holzfassaden (3)

Nicht nur Massivholzfassaden wurden in der Langzeitstudie der Holzforschung Austria in Wien untersucht, sondern auch Fassaden aus Holzwerkstoffen. Hier zeigten sich bei einigen der verwendeten Sperrhölzern deutliche Schwarzfärbungen und vereinzelt Delaminierungen. Spanplatten erwiesen sich als weniger gut für den Außeneinsatz geeignet, da es hier zu starker Abwitterung (mit der Folge, dass sich Späne leicht entfernen ließen) und aufgequollenen Ecken kam. OSB-Platten dagegen wurden technisch den Anforderungen durchaus gerecht – allerdings kam es auch hier zu deutlichen Schwarzfärbungen und starken Einschränkungen im optischen Erscheinungsbild. Es empfiehlt sich deshalb generell, Außenfassaden aus  Holzwerkstoffen mit einer deckenden Beschichtung zu versehen, um dauerhaft Freude an ihnen zu haben.

Die untersuchten beschichteten Fassaden zeigten, dass es für eine gute und dauerhafte Widerstandsfähigkeit gegen  Witterungseinflüsse auf eine ordentliche Profilierung und Abrundung der Kanten ankommt. Scharfe Kanten und Abfasungen
zeigten schon nach relativ kurzer Zeit Ablösungen der Beschichtungen. Auch erwiesen sich werksseitige Farbaufträge als
dauerhafter als malermäßig mit dem Pinsel und der Rolle aufgetragene Beschichtungen. Zudem halten helle Beschichtungen
tendenziell länger als dunkle.


Bei technisch richtiger Ausführung und ordentlicher Planung sind somit auch Holzfassaden dauerhaft witterungsbeständig.

 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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