Warum Sie nicht in lmmobilien-Crowdfunding investieren sollten

Fast täglich erhalte ich Mails mit Crowdfundingangeboten
und ebenso regelmäßig lösche ich sie sofort. Es gibt mittlerweile verschiedene Anbieter in diesem Bereich, einige davon auch mit seriösem Anstrich. Der größte und wichtigste, Exporo, ist sogar mit Werbespots im Fernsehen vertreten. Die Verzinsung liegt in der Regel zwischen 4 und 6 %, scheint also in Zeiten niedriger Zinsen sehr interessant zu sein. Gerne sage ich Ihnen,
warum ich trotzdem Crowdfunding sehr skeptisch gegenüberstehe. Die über Crowdfunding eingesammelten Gelder sind nur nachrangig abgesichert und damit besteht die Gefahr des Totalausfalls des eingesetzten Kapitals. Aber das ist nicht der entscheidende Punkt. Diese Gefahr besteht auch bei der Investition in Aktien. Das größte Problem aller Crowdfunding-Projekte liegt in dem extrem geringen Eigenkapitaleinsatz der Initiatoren. Regelmäßig liegt die Eigenkapitalquote nur bei 0 bis 5
Prozent. Läuft deshalb bei einem Projekt einmal nicht alles glatt, haftet sofort das nachrangig abgesicherte Kapital. Der Kapitalgeber geht somit ein sehr hohes Risiko ein, ohne dafür im Erfolgsfall – wie etwa bei der Investition in Aktien – angemessen am Erfolg beteiligt zu werden. Nur wenige Initiatoren zahlen z. B. erfolgsabhängige Boni zusätzlich zum vereinbarten Zinssatz. lmmobiliencrowdfunding war bisher meist erfolgreich und die Anleger haben ihr Kapital plus Zinsen
zurück erhalten. Wenn aber die Immobiliennachfrage nachlässt und die kalkulierten Preise beim Verkauf der Immobilie
nicht mehr erreicht werden, ist sofort auch das eingesetzte Crowdfundingkapital verloren und leider wird nicht geklingelt,
bevor die Immobilienkonjunktur auf Talfahrt geht.

 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
Alte Mainzer Str. 3
55129 Mainz
Telefon 06131 - 329 5245
info@senger.immo
www.senger.immo