Sind Immobilientransaktionen in der Zeit der Coronapandemie möglich?

Unter Immobilienbesitzern und Interessenten herrscht derzeit große Verunsicherung, was unter den derzeitigen staatlichen Restriktionen noch an Verkaufs– und Vermietungsmaßnahmen möglich ist. Vielfach ist es schwer mit Eigentümern und Mietern Besichtigungen zu vereinbaren, manche weigern sich, Fremde noch in die Wohnung zu lassen. Deshalb möchte ich  kurz die Rechtslage in Rheinland-Pfalz und Hessen aufzeigen.

Besichtigungen der Immobilie durch den Makler oder Eigentümer zur Vorbereitung der Vermietung oder des Verkaufs sind zulässig und können vereinbart werden. Das gleiche gilt für Besichtigungen mit einzelnen Interessenten. Nicht mehr möglich dagegen sind Besichtigungen mit mehreren Interessenten zur gleichen Zeit, wie sie bisher bei Vermietungen häufig üblich waren. Selbstverständlich sollte es sein, dass Interessenten bei Besichtigungen mit Mundschutz, Handschuhen und ggf. auch Überziehern für die Schuhe ausgestattet sind, um die Infektionsgefahren so klein wie möglich zu halten.

Verkäufe können ebenfalls noch stattfinden, da die Notare bisher uneingeschränkt tätig sein dürfen. Allerdings beschränken viele Notare die Anwesenheit bei der Protokollierung auf die unbedingt notwendigen Teilnehmer. Mietverträge können problemlos ohne physische Begegnung der Vertragsparteien abgeschlossen werden und sind deshalb auch weiterhin zulässig.

Insgesamt sind Immobilientransaktionen damit nur wenig eingeschränkt, wenn entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen werden.

 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
Alte Mainzer Str. 3
55129 Mainz
Telefon 06131 - 329 5245
info@senger.immo
www.senger.immo