Immobilienerwerb durch Zwangs- oder Teilungsversteigerung

Am 30.06.2022 hielt der Dipl.-Rechtspfleger Johannes Hartenstein im Rahmen unserer diesjährigen Vortragsreihe einen Vortrag zum Thema Versteigerung. Er wies dabei auf einige Tricks und Kniffe hin, die von Banken oder von anderen am Verfahren Beteiligten immer wieder zur Anwendung kommen und die dazu führen, dass Erwerber unnötiger Weise Gebote erhöhen und mehr bezahlen als nötig wäre.

Ich rate deshalb jedem, der mit dem Gedanken spielt, eine Immobilie zu ersteigern, sich vor dem Versteigerungstermin gründlich theoretisch mit der Materie zu beschäftigen. Besuchen Sie auch selbst mindestens einen Versteigerungstermin, an dem Sie nur zusehen und sich mit den Abläufen vertraut machen.

Bereiten Sie Ihr Versteigerungsdebüt sorgfältig vor. Machen Sie sich mit den möglichen Belastungen der Sie interessierenden Immobilie vertraut. Welche Bank steht mit welcher Forderungshöhe an erster Rangstelle, welche an zweiter? Studieren Sie sorgfältig das vorliegende Gutachten. Gibt es Nießbräuche oder Wohnrechte, die Sie bei Ihrem Gebot berücksichtigen müssen? Im Zweifelsfall ist es sinnvoll, sich der Hilfe eines sachkundigen Beraters zu vergewissern, bevor Sie im Versteigerungstermin im Übermut oder aus Unkenntnis einen vermeidbaren Fehler machen. Manchmal entwickelt sich bei Versteigerungen auch eine gefährliche Eigendynamik. Wenn Sie sich deshalb schon im Vorfeld eine klare Grenze für Ihr Maximalgebot setzen und sich auch dran halten, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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