Inflationsschutz bei Mietverträgen

Viele Immobilieneigentümer machen sich im Moment bei Inflationsraten um 10 % und extrem steigenden Energie- und Baukosten Sorgen, dass ihre Mieteinnahmen nach und nach von der Inflation aufgefressen werden. Als Gegenmaßnahmen kommen zwei klassische, langjährig gebrauchte Mietvertragsvarianten in Frage, der Staffelmietvertrag und der Indexmietvertrag. Wie unterscheiden sich die beiden Varianten?

Beim Staffelmietvertrag vereinbaren die Parteien eine zukünftige Erhöhung der Miete in festen, im Voraus festgelegten Schritten. Meist wird die erste Erhöhung nach 2 oder 3 Jahren fixer Miete vorgesehen. Die Staffelmiete ist damit für beide Seiten einfach berechenbar, sie vermeidet unangenehme Überraschungen für den Mieter.

Die Alternative zur Staffelmiete ist der Indexmietvertrag. Bei ihm vereinbaren Mieter und Vermieter eine Erhöhung der Miete entsprechend dem Lebenshaltungsindex, der jährlich vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden ermittelt wird. Meist wird vereinbart, dass sich der Index um einen Mindestwert (oft 5 %) erhöhen muss, bevor die Miete angepasst werden kann. Die Koppelung an den Index sorgt für einen eingebauten Inflationsausgleich, ist aber in unruhigen Zeiten schlecht für beide Mietvertragsparteien zu kalkulieren und kann schnell den Mieter überfordern. 

In den nächsten beiden Expertentipps werden die Vor- und Nachteile beider Varianten behandelt. 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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