Die Maklerprovision – Teil 3: Warum ich die Verkäuferprovision empfehle

Letzte Woche habe ich die nach § 656 BGB erlaubten Provisionsmodelle beim Verkauf einer privaten Immobilie kurz erläutert und die Frage offen gelassen: Welche Regelung ist empfehlenswert?

Ich wette, dass die meisten sich gedacht haben, gar keine Maklerprovision zu zahlen, wäre doch am besten! Als Makler jedoch empfehle ich in der Regel unseren Kunden die Verkäuferprovision. Warum? Weil der für den Käufer provisionsfreie Verkauf immer positiv wahrgenommen wird und der Kaufinteressent meist zunächst provisionsfreie Angebote in Erwägung zieht und besichtigt. Die Nachfrage ist deshalb besser und der Verkauf gelingt schneller. Außerdem ist bei der Verkäuferprovision klar, auf wessen Seite der Makler steht und wessen Interessen er in erster Linie vertritt.

Zuletzt ermöglicht nur der käuferprovisionsfreie Verkauf dem Makler die volle Konzentration auf seine Verkaufstätigkeit, muss er doch keinen Gedanken daran verschwenden, zunächst mit jedem Interessenten einen schriftlichen Maklervertrag abzuschließen, um sich die Provision zu sichern. Dies ist seit Ende 2020 unbedingt notwendig. Es ist deshalb kein Wunder, dass die am 23.12.2020 in Kraft getretene Regulierung der Maklerprovision in Mainz letztlich zu einer Erhöhung der Courtage von 5,95 % bei der damaligen Außenprovision auf nun zweimal 3,57 %, also insgesamt 7,14 % bei den meisten Maklern geführt hat.

Mein Büro ist bei der bisherigen Verkäuferprovision von 5,95 % geblieben. 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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55129 Mainz
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