Die Maklerprovision – Teil 4: Wann die Provision frei verhandelt werden kann

In den letzten Wochen war der Expertentipp der nach BGB § 656 geregelten Maklerprovision gewidmet. Es gibt allerdings auch Fälle, die der Gesetzgeber nicht reguliert hat und in denen frei vereinbart werden kann, wer und in welcher Höhe eine Vermittlungsprovision zu zahlen hat.

Dies betrifft alle Fälle, in denen es nicht um Eigentumswohnungen oder Ein– bis Zweifamilienhäuser geht oder ein gewerblicher Käufer auftritt. Beim Verkauf eines Grundstücks, eines Mehrfamilienhauses oder einer Gewerbeimmobilie kann (und wird meist auch) deshalb weiterhin eine Außenprovision fällig werden.

Wie hoch kann die Maklervergütung ausfallen? Prinzipiell kann sie immer frei ausgehandelt werden. Bei geteilten Provisionen ist nur verpflichtend, dass beide Seiten in gleicher Höhe zur Zahlung verpflichtet werden. In der Praxis hat sich in Mainz weitgehend eine Höhe von 3,57 % auf Käufer– wie auf Verkäuferseite durchgesetzt. Auch die reine Verkäuferprovision kann frei verhandelt werden.

Wir verlangen in der Regel 5,95 % des Kaufpreises. Generell können Sie davon ausgehen, dass der Verkauf einer Garage prozentual höher zu entlohnen ist, als der eines Mehrfamilienhauses mit einem Kaufpreis in Millionenhöhe, bei dem durchaus auch niedrigere Provisionen vereinbart werden können. Lohnt sich die Einschaltung eines Maklers?

Ein guter Makler kennt den Markt und wird immer verhindern, dass Sie Ihre Immobilie unter Wert verkaufen, weshalb er auch sein Geld wert ist.  

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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