Wer hat Angst vor der Mietpreisbremse?

Seit dem 08. Oktober 2015 ist in Rheinland-Pfalz die Mietpreisbegrenzungsverordnung in Kraft getreten. Wir leben also jetzt gut zwei Jahre mit der sogenannten „Mietpreisbremse“, die Mietpreise von mehr als 10 % über der örtlichen Vergleichsmiete verhindern soll. Die ersten Erfahrungen mit dem Gesetz liegen somit vor. In der bisherigen Vermietungspraxis hat sie nicht die Bedeutung erlangt, die sich die Erfinder gewünscht haben. Von einer wirklich dämpfenden Wirkung auf den Mietpreis kann in unserer Region nicht gesprochen werden. Woran liegt das? In erster Linie an den großen Lücken, die das Gesetz aufweist:

Sie gilt nur in vom Land explizit ausgewiesenen Regionen. In Rheinland-Pfalz sind das nur die Städte Mainz, Trier und Landau.

Sie gilt nicht für Neubauwohnungen, die nach dem 01.10.2014 erstmals vermietet wurden.

Sie gilt nicht für umfassend modernisierte Wohnungen, bei denen die Modernisierungsinvestition mindestens 1/3 des Neubauaufwandes ausmacht.

Sie greift nicht bei Neuvermietungen von Wohnungen, die schon vorher teurer als eigentlich zulässig vermietet waren.

In Städten wie Mainz und Wiesbaden, die einen relativ aktuellen örtlichen Mietpreisspiegel vorweisen und schon immer ein recht hohes Mietniveau hatten, entfaltet die Mietpreisbremse keine spürbare Wirkung, da der Mietspiegel recht aktuell den Vermietungsmarkt abbildet und unzulässige Mieterhöhungen deshalb nicht ohne weiteres durchsetzbar sind. In allen Zweifelsfällen wird Sie ein erfahrener Immobilienmakler gerne über die zulässige und marktgerechte Miete für Ihre Wohnung beraten.

 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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