Die Neuregelung der Maklerprovision bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen ...

… ist seit dem 23.12.2020 in Kraft, das Gesetz, das die Last der Kaufnebenkosten für Immobilienkäufer etwas verringern soll. Es soll verhindern, dass – wie bisher in Mainz und Umgebung üblich – die Maklerhonorare allein dem Käufer aufgebürdet werden. Was lässt sich nach einigen Tagen Praxis des neuen Gesetzes über die aufgetretenen Wirkungen sagen? Noch kann man nicht sagen, ob die Makler die vom Verkäufer zu zahlende Courtage einfach auf den Kaufpreis aufschlagen (denn nichts könnte sie daran hindern). Was sich jedoch schon deutlich abzeichnet ist, dass einige Makler in unserer Region versuchen, mit der Neuregelung eine Steigerung des gesamten Maklerhonorars von 5,95 % auf 7,14 % durchzusetzen. Besonders die in Franchiseverbünden organisierten Makler tun sich in dieser Beziehung hervor und versuchen bundeseinheitlich jeweils 3,57 % Aussen- wie Innenprovision zu vereinbaren. Man kann sicher sein, dass auch regionale Makler nachziehen werden, sollte sich herausstellen, dass diese 20-prozentige Erhöhung des Dienstleistungspreises durchsetzbar ist. Die Absicht des Gesetzes, die Kaufnebenkosten zu senken, wäre damit völlig konterkariert und statt den Interessen der Immobilienkäufer zu dienen würde es zum großen Einkommenssprung für die Immobilienmakler in der Rhein-Main-Region beitragen. Fragen Sie doch den Makler Ihres Vertrauens nach dem Grund, warum die Hälfte von 5,95 % neuerdings 3,57 % sind.

 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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