Der Personenlift im Einfamilienhaus

Der Personenlift im Einfamilienhaus ist auch heute noch ungewöhnlich. Allerdings hat in den letzten Jahrzehnten das Thema Barrierefreiheit ständig an Bedeutung gewonnen, und es wird für jeden existentiell, wenn ein Unfall oder eine Krankheit von heute auf morgen die persönliche Mobilität einschränkt. Dann ist nicht nur der allseits bekannte Treppenlift eine Möglichkeit, von einem Geschoss ins nächste zu gelangen. Mittlerweile gibt es auch Senkrechtlifte, die auf Grund ihrer kompakten Abmessungen nicht nur in Neubauten integrierbar sind, sondern auch nachträglich in vorhandene Einfamilienhäuser eingebaut werden können. Mit einer Grundfläche von 0,8 m² für einen Zweipersonenlift sollte sich in vielen Häusern die Möglichkeit für den nachträglichen Einbau ohne größere konstruktive Änderungen, z. B. im Treppenauge, finden lassen.  Mittlerweile gibt es sogar Systeme, die nicht unter die Aufzugsrichtlinie fallen, sodass keine Abnahme durch einen Sachverständigen von TÜV oder Dekra notwendig wird und auch keine wiederkehrenden Prüfungen. Man spart sich damit die für solche Leistungen anfallenden hohen Kosten. Manche  Lifte benötigen lediglich eine 230V-Steckdose bauseits, sie fahren somit mit normalem Haushaltsstrom und besitzen ggf. sogar einen Akku, der den Betrieb bei einem Stromausfall sichert. All dies macht die Installation nicht ganz billig, aber viele Menschen mit einer Einschränkung oder besonders hohen Komfortansprüchen sind gerne bereit, einen Betrag, der einem gut ausgestatteten Kompaktwagen entspricht, in einen Personenlift zu investieren. Und wenn die Alternative ein Platz in einem Seniorenheim wäre, dann rechnet sich die Investition auch noch sehr schnell.

 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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