Photovoltaik hat Konjunktur

Der Gesamtbestand der Photovoltaikanlagen in Deutschland wird mittlerweile auf ca. 2,8  Mio. Stück geschätzt. Eine Umfrage unter Sachverständigen ergab eine Schadensquote von nur 0,5 % bei den mit den Anlagen ausgestatteten Dächern - ein sehr niedriger Wert.

Beim 57. Frankfurter Bausachverständigentag Ende September 2022 wurde das Thema auch intensiv behandelt. Vor allem auf die erhöhten Anforderungen an Statik und Dynamik, die die Anlagen an die Dachkonstruktionen stellen, wurde hingewiesen. Das sind Gesichtspunkte, die den meist allein beauftragten Solaranlagenbauern oft fremd sind und die deshalb häufig unter den Tisch fallen. Es sollte vor der Montage der Solar– oder Photovoltaikanlage obligatorisch sein, das Dach mit einem Fachmann, in der Regel einem Dachdecker zu begehen, damit nicht nur der Ist-Zustand des Daches dokumentiert wird, sondern auch eine Beurteilung der weiteren Lebensdauer des Daches erfolgt.

Es macht wenig Sinn, eine Solaranlage, die sich oft erst nach 20 Jahren amortisiert, auf einem Dach zu errichten, das Schäden aufweist oder in wenigen Jahren erneuert werden muss. Bei so einer Begehung kann zwischen Dachdecker und Solaranlagenbauer auch die geplante Befestigungsart, mögliche Störungen des Entwässerungsverlaufs und ev. notwendige Verstärkungen der Unterkonstruktion besprochen und festgelegt werden, damit das Dach auch nach der Montage der Photovoltaikanlage weiter schadensfrei bleibt.

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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