SENGER-Immobilien aus Mainz über: Schwarzgeldabrede bei Bau– und Planungsleistungen

Nach § 1, Abs. 2, Nr. 2 des Gesetzes zur Bekämpfung der Schwarzarbeit sind Werkverträge nicht rechtskräftig zustande gekommen, wenn eine Vertragspartei ihre aufgrund der erbrachten Werkleistungen anfallenden Steuerpflichten nicht erfüllt. Eine Schwarzgeldabrede führt deshalb immer zu einem nichtigen Werkvertrag und damit zum Verlust aller vertraglichen Rechte wie Erfüllung oder Gewährleistung. Auch der Unternehmer verliert sein Recht auf Entlohnung. Gerade bei Bauleistungen haben Ausführungsfehler mehrere Verursacher. Da wird die Ausführung des Handwerkers nicht ordentlich vom Bauleiter überwacht oder durch die Planung des Architekten mitverursacht. Bei ordentlich geschlossenen Werkverträgen kann in solchen Fällen der Bauherr einen Beteiligten gesamtschuldnerisch zur Verantwortung ziehen und die beiden am Bau beteiligten Auftragnehmer haben dann u. U. gegeneinander Regressansprüche. Auch hier verlieren der schwarz entlohnende Bauherr und der schwarzarbeitende Handwerker oder Planer jeden Anspruch. Dabei reicht es, wenn nur einer der Betroffenen Auftragnehmer ohne offizielle Rechnungsstellung entlohnt wird. Die Konsequenzen können somit sehr weitreichend sein. Der Gesetzgeber möchte mit seiner harten Linie eine abschreckende Wirkung erreichen und denjenigen, die sich außerhalb des Steuerrechts bewegen keinesfalls mehr mit dem Zivilrecht beispringen.

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
Alte Mainzer Str. 3
55129 Mainz
Telefon 06131 - 329 5245
info@senger.immo
www.senger.immo