Die Zukunft des Smart-Homes (3)

Die Sicherheit der vernetzten Haustechnik des Smart-Homes muss garantiert sein, um Akzeptanz beim Konsumenten
herzustellen. Gerade bei älteren Menschen besteht eine große Skepsis gegen die Weitergabe von Nutzungsdaten an
Internetkonzerne, Telekommunikationsunternehmen, Energieversorger und Elektronikhersteller. Alle diese Firmen
gelten als nicht besonders vertrauenswürdig. Datenskandale in der Vergangenheit dürften hier ihre Spuren hinterlassen
haben. Werden derzeit noch Kauflösungen favorisiert, wird die fortlaufende technische Entwicklung eher Miet- oder Leasinglösungen nahelegen. Die Haustechnik wird dann womöglich in wesentlich kürzeren Zyklen als bisher gewohnt ausgetauscht. Die Komplexität der Technik und Kompatibilitätsprobleme bei Produkten unterschiedlicher Hersteller sprechen
zudem für die Komplettlösung aus einer Hand und nicht für die eigenhändige Zusammenstellung der Technikkomponenten
durch den Endkunden, wie sie derzeit noch von den Pionieren der Entwicklung favorisiert wird. Das gleiche gilt auch für
die derzeit noch sehr hohen Preise, die das Smart-Home heute immer noch zu einem Produkt machen, das nur im Premiumbereich zur Geltung kommt. Nach meiner Einschätzung wird es erst dann zu einer weitgehenden Marktdurchdringung
für das Smart-Home kommen, wenn die großen Wohnungsunternehmen und Hausbaufirmen das Thema für sich entdecken und mit ihrer starken Nachfragemacht die Anbieter zu einem Quantensprung in der Effizienz und damit endlich auch zu einer massenkompatiblen Preisgestaltung zwingen.

 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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