Was passiert, wenn der Mieter Strom oder Gas nicht mehr zahlen kann?

Der Dezember ist mittlerweile angebrochen und viele Versorger haben ihren Kunden die Höhe der neuen Abschläge mitgeteilt. Was passiert, wenn ein Mieter die Kosten nicht mehr tragen kann? Kann der Versorger sich dann womöglich beim Vermieter der Wohnung schadlos halten? Eine Frage, die in diesem Winter vermehrt relevant werden könnte. Zum Glück gibt es in dieser Hinsicht ausreichend Urteile bis hin zum BGH, die in dieser Frage gefällt wurden, sodass man eindeutig sagen kann: Wenn in der Wohnung eigene Zähler für Strom und/oder Gas vorhanden sind, dann kommt der Strom- und Gaslieferungsvertrag immer mit dem Mieter zustande und der Vermieter wird keinesfalls Vertragspartner des Versorgers. Als Vermieter muss man deshalb nicht befürchten vom Versorger des säumigen Mieters in Anspruch genommen zu werden.

Anders sieht es dagegen aus, wenn mit dem Mieter eine Warmmiete vereinbart wurde, also keine Zähler vorhanden sind und der Vermieter auf eine Abrechnung der Nebenkosten verzichtet. In so einem Fall ist es für den Vermieter sehr schwierig bis unmöglich, die enorm gestiegenen Energiekosten an den Mieter weiterzugeben. Dann hilft am ehesten noch ein Gespräch in kooperativer Stimmung, um eine Anpassung der Miete an die Energiepreisentwicklung zu erreichen. Gegen den Willen eines Mieters wird man im Fall der Warmmiete jedoch kaum eine Erhöhung erreichen können. 

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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