Zweckerklärung für Grundschulden

SENGER-Immobilien

aus Mainz über:

Die Zweckerklärung für Grundschulden, oft auch als Sicherungsabrede bezeichnet, ist ein Vertrag zwischen der Bank und ihrem Darlehensnehmer, in dem beide Parteien vereinbaren, welche konkreten Forderungen und Verbindlichkeiten mit der Grundschuld gesichert werden sollen. Erst die Zweckerklärung verknüpft die Grundschuld mit dem Immobiliendarlehen. Sie wird, anders als die Grundschuld, nicht beim Notar protokolliert. Die Zweckerklärung kann „eng“ aber auch „weit“ gefasst sein. Bei der engen Fassung der Zweckerklärung sichert die Grundschuld nur das Immobiliendarlehen ab. Die Bank kann folglich ausschließlich dann die Versteigerung der Immobilie beantragen, wenn Verpflichtungen aus dem Immobiliendarlehen versäumt wurden – das ist gut für den Grundschuldner und reicht auch als Absicherung des Kredites. Bei der weiten Fassung dagegen kann die Bank stets auf die Immobilie zugreifen, wenn sie offene Forderungen gegenüber dem Darlehensnehmer aus anderen Geschäften hat und keine andere Möglichkeit zur Befriedigung ihrer Forderungen sieht – im Extremfall auch dann, wenn das Girokonto überzogen wurde. So eine weite Zweckerklärung dient natürlich vor allem dem Sicherheitsbedürfnis der Bank und stellt im Zweifel ein überproportional großes Pfand dar. Wehren Sie sich ruhig gegen solch übertriebenes Sicherheitsdenken Ihrer Bank und den möglichen sofortigen Zugriff auf Ihren Immobilienbesitz bei geringfügigen Zahlungsproblemen. Bestehen Sie bei Ihren Kreditverhandlungen möglichst auf einer engen Zweckerklärung.  

Dipl.-Ing. Architekt Oliver Senger
SENGER Bau- und Immobilien-Consult
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