Reifferscheid - Das wahrscheinlich älteste Steinhaus Deutschlands umfangreich saniert

65375 Oestrich-Winkel

1.500.000,00 €
Kaufpreis
5
Zimmer
369,5 m2
Fläche

Objektdaten

Adresse
65375 Oestrich-Winkel
Immobilien­typ
Gewerbe, Gastronomie, Gastgewerbe
Zimmer
5
Gesamtfläche
369,5 m2
Grundstück
954 m2
Zustand
modernisiert
Online-ID
5468223
Anbieter-ID
2002-1
Stand vom
30.10.2020
Kauf­preis
1.500.000,00 €
Provision für Käufer
3,48 % (inkl. MwSt.)

Die Käuferprovision ist bei notariellem Kaufvertragsabschluss fällig.

Energieausweis ist laut Gesetz nicht erforderlich.
Baujahr
900
Sonstige Angaben
Ein Energiepass ist nicht erforderlich - Grund: Baudenkmäler gem. § 79 (4) GEG

Erwerben Sie 1.000 Jahre Geschichte für Ihre Weinproben, Events, Hochzeiten, Tagungen, für große, mittlere und kleine Gesellschaften.

Gäbe es einen Untertitel für „Deutschlands ältestes Steinwohnhaus“, dann wäre es das! „Tausend Jahre Existenz hat es überlebt und viel erlebt: Kaiser, Könige, Kriege, die Pest, Überschwemmungen, Insolvenzen, Hungersnöte, Brände, Michelin-Sterne, und am Schlimmsten: schlechten Wein… doch nichts davon konnte es schleifen.“

Das „Graue Haus“ ist ein schweigsamer Zeuge. Könnte es reden, würde es davon berichten, wie Erzbischof Hrabanus Maurus im Jahr 850 den Menschen in Winkel in der Hungersnot half; wie Otto der 1. auf dem Lechfeld bei Augsburg die Ungarn besiegte - dieser Sieg wird von vielen Historikern als Geburtsstunde der Deutschen Nation angesehen; wie Heinrich der IV. den Dom zu Speyer vollendete, der damals größten Kirche der Welt, bevor er seinen Gang nach Canossa (selber schuld) antrat; wie in den Jahren 1347 bis 1353 die Pest über Europa fegte. Und heute sieht es zu, wie Corona fegt . . .

Über das Baujahr des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes gibt es zwei Theorien, die unterschiedliche Bauzeiten für das Hauptgebäude ausweisen.

1. Das Haus existiert spätestens seit dem Jahr 850.
Der ehemalige Erzbischof von Mainz , Hrabanus Maurus (*ca. 780 in Mainz, † 4. Februar 856 in Winkel), lebte in seiner Frühzeit am Hofe Karls des Großen und wurde später ein wichtiger „Influencer“ für dessen Sohn und Erben, Ludwig den Frommen. Er hat den Familienkonflikt erlebt, der das Frankenreich teilte. Er hat erfahren, wie „der Fromme“ auf der Mariannen-Aue – im Rhein gegenüber Winkel - starb. Und er wurde dann von einem der Streithähne, Ludwig dem Deutschen, nach Mainz gerufen. Er wählte, wie zuvor schon in Fulda den Petersberg, das Landhaus in Winkel als seinen persönlichen Rückzugsort aus der Politik. Dort ist er dann auch gestorben.

2. Das Haus existiert seit dem 11. Jahrhundert.
Vom 11. bis zum 12. Jahrhundert war das Haus nachweislich der Stammsitz der Grafen von Greiffenclau, bis diese das Schloss Vollrads (fertiggestellt ca. 1300) errichtet hatten.

Eine wissenschaftliche, dendrologische Untersuchung einzelner Holzbalken des Daches deutet auf Bäume hin, die um ca. 1070 gefällt wurden. Das unterstützt zunächst Theorie 2. Aber es ist auch möglich, dass Balken später hinzugefügt wurden. Zwischen 850 und 1070 liegt eine lange Zeit.

Ab 1330 war das eindrucksvolle Gebäude Witwensitz. Später weigerten sich die Witwen – und es wurde von Beschäftigten der Grafen Greiffenclau bewohnt. Ein Brand im Jahr ca. 1964 beschädigte das Gebäude schwer. Die Greiffenclaus und das Land Hessen sanierten es daraufhin gründlich. In den 1990er Jahren wurde hier auf höchstem Niveau gekocht (1 Michelinstern, Egbert Engelhardt und Rolf Zacherl), bis es dann plötzlich in einem tiefen Dornröschenschlaf fiel, von dem es der wackere Herr Prof. Bochmann für seine eigene Stiftung wachküsste.

Da „der Bochmann“ als gründlich gilt, wurde es ein sehr langer Kuss, denn die umfangreiche Sanierung der Gebäude vollzog sich unter Hilfe des Denkmal-schutzes und unter der künstlerischen Leitung seiner Frau Brigitte Bochmann auf eine Länge von fast vier Jahren (ca. 2013 bis ca. 2017) und hat in Gänze rund 650.000,- € „verschlungen“.

Ziel der umfangreichen Sanierung war die Erhaltung des historisch wertvollen Gebäudes für die Zukunft (Ähnlichkeiten zum UNESCO Weltkulturerbe „Kloster Lorsch“ sind in der Gebäudesilhouette erahnbar), unter äußerst behutsamer Berücksichtigung der wertvollen, historischen Bausubstanz (nach der Charta von Venedig). Die Umsetzung war für den Bauherrn nicht immer einfach... mehr erfahren Sie im ausführlichen Exposé.


Ausstattung

• 3 umfangreich sanierte Gebäude (ca. 2013 – 2017)
Haupthaus/Graues Haus:
• Profiküche
• Inkl. Self Cooking Center von Rational
• Inkl. Umluft-Kühltisch von Cool Compact
• Inkl. Edelstahl-Griddleplatte
• Inkl. Stromfritteuse mit 12,5 L Fassungsvermögen
• Inkl. Profigeräte von MKN
• Inkl. Profiabsaugung
• Inkl. Scotsman Eismaschine mit einer Tagesleistung von max. 24 kg
• Inkl. Liebherr Flaschenkühlschrank
• Inkl. Liebherr Umluftkühlschrank „unter Tisch“
• Inkl. zwei Winterhalter Profigeschirrspülmaschinen
• Speisenaufzug
• Gästetoiletten
• Vortrags- und Restaurantfläche mit Barbereich
• Halboffenes Dachgeschoss mit großer Fläche für Feiern und Vorträge
• Überarbeitetes Bruchsteinmauerwerk
• Böden DG und 1.OG Parkett Eiche
• Fußbodenheizung DG, 1. OG
• Neue Heizungsanlage (ca. 2015)
• Doppelte Jung Entwässerungspumpen
• Rückstaubogen gegen Hochwasser
• Einbauschränke DG
• Haupthaus: Einbauschränke und Kitchenette im 1. OG
• Alarmanlage
• Dach auf oberster Geschossebene ausgebessert und gedämmt
• Schickes Glasgeländer auf der ausgebauten Galerie
• LAN-Verkabelung
• Präsentationsleinwände im DG und 1.OG elektrisch
• Musikanlage und 2x Beamer im DG und 1. OG
• Belüftungsanlage für 1.OG und Galerie, Umluft und Wärmetauscher
• Kapellenräumchen saniert
• Abluftanlage in der Küche





Kelterhaus:

• Badezimmer
• Schlaf- oder Büroraum
• Kitchenette
• Abstellraum
• Dach isoliert
• Dachfenster sorgen für zusätzliches Tageslicht
• Freiliegende Holzbalken
• Neuwertige Böden
• Fußbodenheizung
• Neuwertige, historische Wendeltreppe
• Alarmanlage

Funktionsgebäude:

• Zwei Profi Kühlkammern
• Mitarbeiterumkleide inkl. Schränke
• Mitarbeiter-WC
• Kühlhaus-Dachterrasse

Außenbereich:

• Schöne Außensitzbereiche
• Außenbeleuchtung
• 10 öffentlich nutzbare Parkplätze am Gelände
• Zahlreiche öffentliche Parkplätze in unmittelbarer Nähe
• Holzportal zum Rhein


Lage

Die hessische Stadt Oestrich-Winkel befindet sich um Rheingau-Taunus-Kreis, ca. 20 km westliche der Landeshauptstadt Wiesbaden. Wunderbar eingebettet in die Weinberge des Rheingaus, direkt am Rhein, ist die malerische Landschaft von Oestrich Winkel nicht nur für Weinliebhaber ein wunderbares Ausflugsziel. Viele Sehenswürdigkeiten, nicht zuletzt dieses aufwendig modernisierte und vermutlich älteste Steinhaus Deutschlands, locken viele Besucher durchs Jahr hindurch nach Oestrich Winkel. Das Graue Haus befindet sich im Stadtteil Winkel.

Angebunden ist Oestrich Winkel über die B42. Sie erreichen vom Grauen Haus aus die Wiesbadener Mitte in ca. 20 Minuten. Bis zur Anschlussstelle Schiersteiner Kreuz benötigen Sie ca. 15 Minuten. Hier finden Sie Anschluss an die A 66 Richtung Frankfurt und die A 60 Richtung Mainz/Bingen mit Anbindung an die A 61 Köln – Ludwigshafen. In die Mainzer Innenstadt gelangen Sie mit dem PKW in ca. 28 Minuten. Auch steht Ihnen ein bequemer und direkter Weg mittels Fähre in die benachbarte Rheinland-Pfalz zur Verfügung.

Ihre internationalen Gäste, die vom Frankfurter Flughafen anreisen, erreichen die Location in einer guten halben Stunde (ca. 32 Minuten Fahrtzeit). Auch mit Bus und Bahn ist Winkel, der Stadtteil in dem sich das Graue Haus befindet, seht gut erreichbar; Der nahegelegene Bahnhof befindet sich in nur 1,1 km Entfernung. Vom Verkehrsknotenpunkt Hauptbahnhof Wiesbaden, können Sie den Bahnhof Oestrich-Winkel mit der Regionalbahn ohne Umstieg in ca. 23 Minuten erreichen.

Im Umkreis von 1 km befinden sich zahlreiche Gasthäuser, in die Sie Ihre weit angereisten Gäste nach einem gelungenen Event einquartieren können. Ein freies Zimmer werden Sie bestimmt finden.

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Ihr Ansprechpartner

Herr Dipl.-Kaufmann Oliver Reifferscheid

Bitte beziehen Sie sich bei Ihrer Kontaktaufnahme auf vrm-immo.de, Objekt 2002-1 - vielen Dank!